Sprunglinks
- zur Startseite
- Direkt zur Hauptnavigation
- Direkt zum Inhalt
- Direkt zur Suche
- Direkt zum Stichwortverzeichnis
Kopfzeile
Inhalt
Umwelttipp in der Baarer Zytig: Jetzt Lebensräume schaffen
Im Frühling erwacht die Natur – und mit ihr viele Insekten, die auf Nahrung und Unterschlupf angewiesen sind. Vielleicht erwacht auch Ihr Interesse, sie dabei zu unterstützen? Schon kleine Massnahmen im Garten oder auf dem Balkon können viel bewirken: Lassen Sie einen Teil der Wiese stehen, pflanzen oder säen Sie einheimische Blumen und legen Sie Kleinstrukturen an. Damit helfen Sie nicht nur vielen Insekten, sondern vielen Wildtieren wie Igel. Auch wer keinen Garten hat, kann aktiv werden: Blühpflanzen im Topf bieten Nahrung für Bienen und Schmetterlinge mitten im Siedlungsraum. Wichtig ist, möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten – sie schaden nicht nur sogenannten «Schädlingen», sondern auch allen anderen Insekten.
Kleine Flächen – grosse Wirkung für die Biodiversität
Viele Insektenarten sind auf ein vielfältiges Angebot an Blüten und geeignete Nistplätze angewiesen. Gerade im Siedlungsraum fehlen solche Strukturen oft: Rasenflächen werden häufig gemäht, exotische Zierpflanzen bieten wenig Nahrung, und versiegelte Flächen lassen kaum Lebensraum zu.
Dabei können schon kleine, strukturreiche Flächen viel bewirken. Einheimische Pflanzen sind besonders wertvoll, da sie an lokale Bedingungen angepasst sind und vielen Insekten als Nahrungsquelle dienen. Wildbienen etwa sind oft auf ganz bestimmte Pflanzenarten spezialisiert. Auch ungepflegte Ecken, Totholz oder offene Bodenstellen bieten wichtige Nistmöglichkeiten. Dies hilft Wildbienen meist besser als künstliche Nisthilfen.
Was besonders wirksam ist:
- Einheimische Pflanzen wählen: Achten Sie beim Kauf von Pflanz- oder Saatgut auf die Herkunft. Ausländisches Saatgut enthält oft gebietsfremde Arten, und die keimenden Pflanzen sind weniger gut an örtlichen Bedingungen angepasst.
- Wiesen nur ein- bis zweimal pro Jahr mähen: So können Blütenpflanzen versamen.
- Versteckte Rückzugsorte zulassen (Laubhaufen, Totholz): Dies schafft Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten für diverse Insekten, Reptilien oder Kleinsäuger wie Igel.
- Auf (chemische) Pflanzenschutzmittel verzichten: Generell sind Pflanzenschutzmittel, auch biologische, nicht empfehlenswert, wenn Sie einen naturnahen Garten anstreben.
Holen Sie sich Unterstützung
Wer seinen Garten oder Balkon naturnah gestalten möchte, ist nicht auf sich alleine gestellt. In der Region gibt es verschiedene Unterstützungsangebote:
- Fachberatung durch Naturgartenspezialistinnen und -spezialisten: Sie helfen bei der Planung, Pflanzenauswahl und konkreten Umsetzung vor Ort.
- Das Projekt «Bonjour Nature»Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. von Pro Natura unterstützt Privatpersonen dabei, ihre Umgebung biodiversitätsfreundlich zu gestalten – mit praktischen Tipps und Inspiration.
- Das Projekt Aufleben NaturExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. von Birdlife Schweiz und der Stiftung Pusch fördert die ökologische Aufwertung von Flächen und bietet Informationen sowie konkrete Mitmachmöglichkeiten.
- Die Plattform fokus NExterner Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. bündelt Wissen, Beispiele und Hilfsmittel rund um naturnahe Gestaltung im Siedlungsraum.
Diese Angebote erleichtern den Einstieg und zeigen, wie sich auch mit kleinen Massnahmen wertvolle Lebensräume schaffen lassen.
